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  #61 (permalink)  
Alt 20.02.2009, 00:51
Benutzerbild von Dieter
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Ich glaube, so allmählich zäumen wir hier das Pferd von hinten auf!

Standardkonform zu arbeiten, die Seiten in marktgängigen Browsern zu testen - das alles stellt keinen Mehraufwand dar, sondern gehört zum völlig normalen Arbeiten eines (gewerblich tätigen) Autors. Ein großer Teil dessen, was im Rahmen der hier diskutierten "Barrierefreiheit" gefordert wird, ist damit bereits erfüllt.

HTML-Elemente semantisch einzusetzen,
ein Dokument mit Überschriften und Absätzen hierarchisch zu gliedern,
eine nachvollziehbare Bedienung der Seite zu ermöglichen,
verständlich zu formulieren,
verwendete Sprachen (HTML, CSS, etc.) zu validieren und fehlerfrei anzuwenden,
etc. etc. -
das darf nicht unter "Mehraufwand" fallen, das ist Grundvoraussetzung ordentlichen Arbeitens.

Die paar Dinge, die dann noch an einer weit(er)gehenden Barrierearmut fehlen, fallen kostenmäßig bei einem versierten Autor kaum ins Gewicht.

Wichtig wäre es allerdings, wie das Thema dieses Beitrags es anspricht, die nutzerfreundliche Seite (wie immer man sie benennen möchte) werbemäßig als das normalste der Welt zu "Verkaufen" und die davon abweichende Praxis als die Ausnahme zu deklarieren. Sonst kommt die "Barrierefreiheit" aus der Ecke "designed für Behinderte" niemals so richtig heraus!

Die Architekten haben mit dem Begriff "barrierefreies Wohnen" im übrigen in etwa die gleichen Probleme. In dieser Branche tun sich wohlmeinende Planer sehr schwer, vor allem jüngeren Menschen ein praktisches Konzept anzubieten, dass Barrieren im "täglichen Umgang mit dem eigenen Haus" vermeidet; oft selbst noch dann, wennn es um kurze Wege in der Küche geht. "Barrierefrei" wird auch in diesem Bereich sehr häufig als etwas "nur für Alte und Kranke" angesehen.

Wenn also in zwei völlig unterschiedlichen Arbeitsbereichen (Webdesign und Architektur) ein Begriff nicht wie gewünscht funktioniert - dann kann mit dem Begriff bzw. dessen Wahrnehmung beim Konsumenten ja wohl was nicht stimmen!
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  #62 (permalink)  
Alt 20.02.2009, 01:02
Benutzerbild von Geronimo
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Ergonomische Gestaltung. Wie wäre es damit?
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  #63 (permalink)  
Alt 21.02.2009, 20:49
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Zitat:
Zitat von Dieter Beitrag anzeigen
Ich glaube, so allmählich zäumen wir hier das Pferd von hinten auf!

Glaub ich nicht, siehe unten

Standardkonform zu arbeiten, die Seiten in marktgängigen Browsern zu testen - das alles stellt keinen Mehraufwand dar, sondern gehört zum völlig normalen Arbeiten eines (gewerblich tätigen) Autors. Ein großer Teil dessen, was im Rahmen der hier diskutierten "Barrierefreiheit" gefordert wird, ist damit bereits erfüllt.

HTML-Elemente semantisch einzusetzen,
ein Dokument mit Überschriften und Absätzen hierarchisch zu gliedern,
eine nachvollziehbare Bedienung der Seite zu ermöglichen,
verständlich zu formulieren,
verwendete Sprachen (HTML, CSS, etc.) zu validieren und fehlerfrei anzuwenden,
etc. etc. -
das darf nicht unter "Mehraufwand" fallen, das ist Grundvoraussetzung ordentlichen Arbeitens.

Das ist deine Meinung dazu, die ich im übrigen teile, aber nicht die Ansicht jedermanns. Die allermeisten begreifen das Web als visuelles Medium - ausschließlich- man sitzt ja vor einem Bildschirm.


Die paar Dinge, die dann noch an einer weit(er)gehenden Barrierearmut fehlen, fallen kostenmäßig bei einem versierten Autor kaum ins Gewicht.

Wichtig wäre es allerdings, wie das Thema dieses Beitrags es anspricht, die nutzerfreundliche Seite (wie immer man sie benennen möchte) werbemäßig als das normalste der Welt zu "Verkaufen" und die davon abweichende Praxis als die Ausnahme zu deklarieren. Sonst kommt die "Barrierefreiheit" aus der Ecke "designed für Behinderte" niemals so richtig heraus!

Das nicht aus der Ecke rauskommen ist eben das Problem. Wo ein Begriff schon "besetzt" ist, ist eine Umdeutung schwer. Deswegen ist es wichtig einen Begriff zu finden, der da Pferd von hinten aufzäumt...., siehe oben


Die Architekten haben mit dem Begriff "barrierefreies Wohnen" im übrigen in etwa die gleichen Probleme. In dieser Branche tun sich wohlmeinende Planer sehr schwer, vor allem jüngeren Menschen ein praktisches Konzept anzubieten, dass Barrieren im "täglichen Umgang mit dem eigenen Haus" vermeidet; oft selbst noch dann, wennn es um kurze Wege in der Küche geht. "Barrierefrei" wird auch in diesem Bereich sehr häufig als etwas "nur für Alte und Kranke" angesehen.

Siehst Du?

Wenn also in zwei völlig unterschiedlichen Arbeitsbereichen (Webdesign und Architektur) ein Begriff nicht wie gewünscht funktioniert - dann kann mit dem Begriff bzw. dessen Wahrnehmung beim Konsumenten ja wohl was nicht stimmen!
Deswegen finde ich den Begriff von EvT mit der (technischen) Reichweite so gut. Sachlich. Kann man gut über all die vielen bunten neuen Medien definieren und all die anderen, die die tolle Webseite mal besuchen und hoffentlich auch benutzen im Sinne des Anbieters wollen. Es hat keinen Sinn sich etwas vorzumachen: Nicht jeder hat diesen Blick, auch auf die Struktur zu sehen - schau mal all die Posts von "Anfängern" hier an. Und das sind noch die, die sich mit Webseitengestaltung im weiteren Sinn beschäftigen. Was ist erst mit den nicht-affinen Auftraggebern, die eine Webseite häufig immer noch als eine Art Broschüre mit Einkaufskorb betrachten?
__________________
Grüsse Andreas- auch mal wieder da...

Design isn't about the tools, it's about creating the best experience for the user. A design should be based on usability, accesibility, aesthetics, but never on floats, lists or background images. ( by Cameron Adams)
Wiedergelesen: > hier und hier

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  #64 (permalink)  
Alt 21.02.2009, 22:58
Benutzerbild von Thomas Hey'l
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Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 119
Thomas Hey'l befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Dann klappt's auch

Hallo!

"Ergonomische Gestaltung" (<cite>designfanatiker</cite>) gefällt mir persönlich schon besser als "technische Reichweite".

Es wird wohl kaum jemand bestreiten, dass die gute Platzierung bei Google auch etwas mit der "Technik" der Seiten zu hat und die Reichweite entscheidend beeinflusst. Die alleine hat aber noch herzlich wenig mit der Benutzbarkeit und Nützlichkeit des Angebots für bestimmte potenzielle Zielgruppen zu tun.

Aus Sicht eines Werbechefs klingt "technische Reichweite" sicher wie ein geglückter Kunstbegriff - wenn er erklärt wird. Ohne wird das kaum auf Anhieb verstanden.

"Ergonomische Gestaltung" ist geglückt, weil der Ausdruck auf Anhieb verständlich ist - wenn er auch leicht mit visuellem Schwerpunkt missverstanden werden kann. Wenn ich davon ausgehe, dass damit auch die Gestaltung der Semantik und des Quellcodes gemeint ist, ist der Ausdruck sehr gut. Denn ergonomisch bedeutet dann auch effizient, sparsam, zielorientiert, ökonomisch.

Lasst uns doch 'mal so blubbern in der Akquise: "Die inhaltlich und technisch ergonomische Gestaltung garantiert eine hohe Benutzbarkeit und Akzeptanz bei den avisierten und potenziellen Zielgruppen" .

Die Oma meiner Tochter hätte dazu "dann klappt's auch" gesagt.

Viele Grüße, Thomas
__________________
Eisenbahnmodelltechnik
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