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Alt 19.01.2016, 09:35
Marek M Marek M ist offline
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Marek M befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Zitat von inta Beitrag anzeigen
Dann wirf mal einen Blick in das TMG, da wird klar zwischen Nutzer und Diensteanbieter getrennt und das ist auch eindeutig möglich.
Mir ist schon klar, dass dort definitionen stehen, aber die sind offensichtlich nicht sinnvoll. Da im internet naturgemäß jeder ohne fremdes zutun inhalte bereitstellen kann unterscheidet sich das internet nunmal grundlegend von anderen medien, so dass die unterscheidung auch keinen sinn ergibt.

Zitat:
Zitat von inta Beitrag anzeigen
§5 TMG regelt auch klar und deutlich, dass ein Diensteanbieter seine Anschrift veröffentlichen muss, damit ist die Argumentation über den Datenschutz auch hinfällig, denn damit lässt sich kein Gesetz aushebeln.
Klar steht das in den gesetzestexten, aber das heißt ja noch nicht, dass sie sinnvoll sind. Einer regelung einfach aus dem grund zuzustimmen, weil sie so niedergeschrieben wurde, ist ja nicht gerade das, was ich kritisches hinterfragen nennen würde. Klar, dass man auf die weise jegliche kritik aus dem weg wischen kann, wenn man einfach auf den status quo verweist und nicht weiter darüber nachdenkt.

Beachte, dass der auslöser für die aktuelle diskussion nicht die frage war: "soll man laut gesetz ein impressum haben?", sondern
Zitat:
Zitat von derHund Beitrag anzeigen
warum sollte man auch kein impressum haben wollen?
(hervorhebung von mir), in anderen worten: was spricht inhaltlich dagegen?

Zitat:
Zitat von inta Beitrag anzeigen
(Wenn du das ändern möchtest, musst du wohl eine Verfassungsbeschwerde anstreben, wobei die meiner Meinung nach wenig Aussicht auf Erfolg hat, da man sich als Diensteanbieter freiwillig in die Öffentlichkeit begibt.)
Sorry, aber die Argumentation ist ja jetzt mal echt albern. Heißt das, es ist auch vollkommen ok, wenn deine wohnung von einbrechern leergeräumt wird, weil du dir ja freiwillig entsprechend wertvolles eigentum angeschafft hast? Dass es ok ist, wenn frauen vergewaltigt werden, wenn sie vorher freiwillig das haus verlassen haben? Und entsprechend ist auch nichts daran auszusetzen, wenn in China Kritiker von Bauprojekten zusammengeschlagen werden, weil sie ja freiwillig ihre Meinung dazu geäußert haben? Sicherlich nicht. Freiwilligkeit an sich kann also keine begründung für anderweitige empfindliche einschränkungen sein.

Zitat:
Zitat von inta Beitrag anzeigen
Grundsätzlich muss jeder der geschäftsmäßig handelt ein Impressum bereitstellen. Das ist eine typische juristische Formulierung, die normale Menschen erst einmal nicht verstehen bzw. missverstehen. Geschäftsmäßig handelt man auf jeden Fall, wenn man Einnahmen mit seiner Seite generiert, sei es durch den Verkauf von irgendwas oder auch nur durch Werbung. Befreit von der Impressumspflicht bist du eigentlich nur, wenn deine Seite ausschließlich privaten und familiären Zwecken dient und das ist schon bei den üblichen Blogs nicht der Fall. Wenn deine Seite also nicht gerade passwortgeschützt oder wenigstens von der Indizierung durch Suchmaschinen ausgeschlossen ist und nur persönliche Daten enthält, würde ich in jedem Fall dazu raten ein ordentliches Impressum anzugeben.
Das alles liefert keine nachvollziehbaren gründe (gründe im sinn einer argumentation, nicht gründe im sinn von "weil es so vorgeschrieben ist"), wieso eine email-adresse nicht ausreicht und man seine physische privatadresse angeben muss. Oder wieso diese physische adresse jederzeit für jeden überall abrufbar sein muss, statt auf anfrage vom hoster in erfahrung zu bringen ist, um hier eine gewisse hemmschwelle für den adressmissbrauch zu setzen.

Geändert von Marek M (19.01.2016 um 09:56 Uhr)
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