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Wie zum Teufel erklärt sich eigentlich dieser momentane CSS-Boom?
Ich halte diese Trennung von Inhalt und Formatierung ja für sehr sinnvoll, allerdings doch nur dann, wenn es auch wirklich funktioniert. Und dieser Begriff "Barrierefreiheit" - kann es sein, dass sich den nur irgendein Mensch mal ausgedacht hat und Jeder das nur einfach nachplappert? Wo ist CSS bitte Barrierefrei, wenn man für jedes Anzeigegerät eine eigene CSS-Datei anfertigen muss, weil kein Softwarehersteller es gebacken bekommt, das CSS wirklich valide zu interpretieren? Außerdem hat CSS doch einen miserablen Workflow: ich habe in einem Browsertab das Frontend geöffnet und in dem anderen die CSS-Datei und in einem dritten die HTML-Datei. Ich ändere einen Eintrag und aktualisiere nach jeder Änderung das Frontend-Tab, um zu kontrollieren, ob das auch so angezeigt wird, wie ich das gerne hätte... und achja, damit nicht genug: Ich öffne außerdem noch 10 weitere Browser, um auch zu testen, ob es in allen gleich aussieht (was meistens nicht der Fall ist). Dann suche ich das Internet nach einem Bugfix bzw. CSS-Hack ab, um die Anzeigeunterschiede zu beheben, mit dem Resultat, dass in manchen Browsern, in denen es vorher gut aussah, plötzlich wieder Fehler auftreten. Um das in Zukunft zu vermeiden, lerne ich 2 Monate lang alle Browserunterschiede, damit ich schon vorher weiß, was ich an CSS-Anweisungen nicht benutzen darf, verzichte darauf, um 1 Woche später mit dem Internet Explorer 8 auf die Seite zu surfen und festzustellen, dass der alles ganz anders anzeigt... um das zu beheben, schreibe ich wieder neue CSS-Dateien nur für den Internet Explorer 8, die bei großen Seiten schonmal mehrere hundert Selektoren beinhalten können. Die To-Do-Liste mit Zeiteinplanung sieht demnach bei CSS oftmals wie folgt aus: 1. Kontent erstellen / Textarbeit / Redaktion -> ca. 1 Woche 2. Skizzen des Layouts auf Papier erstellen -> ca. 1-2 Stunden 3. Grafiken entwerfen und grob rastern -> ca. 2-3 Stunden 4. HTML-Datei mit Containern schreiben -> ca. 10-20 Minuten 5. Inhalte per PHP-include einbinden -> ca. 1 Stunde 6. CSS-Datei entwerfen und nach jedem Eintrag validieren -> ca. 1 Tag 7. Fehler in anderen Browsern beheben -> 1 Woche 8. Nach und nach neue Fehler in neuen Browsern entdecken -> 1 Monat 9. Nach der Ursache fahnden und Internet nach Lösung durchsuchen -> 1-2 Tage 10. Fehler beheben und gleichzeitig neue einbauen -> 1-2 Tage 11. Neu eingebaute Fehler beheben -> 1-2 Tage 12. Immer auf der Hut vor neuen Fehlern und Anzeigeproblemen in Browsern sein -> unendlich lange D.h. eine Seite, die man mithilfe von CSS layoutet, wird im Grunde genommen nie wirklich fertig, da es immer wieder neue Fehler geben kann. Mal ganz ehrlich: Ist CSS wirklich schon reif benutzt zu werden? Im Moment sieht mir das alles stark nach Patchwork und halbfertigen Ideen aus, die irgendwie im Kuddelmuddel enden. Außerdem habe ich noch auf keiner Seite wirklich einfach erklärt gesehen, wie man die Anzeigeunterschiede einfach lösen kann und dauernd scheinen neue Anzeigeunterschiede entdeckt zu werden. Geht das alles nur mir so, oder bin ich einfach zu dumm für CSS? |
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Sry, aber ich verstehe dein Problem nicht so wirklich.
Ich schreibe meine Seiten per HTML und CSS und schaue sie mir im Firefox 3.x an. Das dortige Ergebnis ist zu 99% auch im Opera, Safari und allen Browsern zu finden, die die selbe Engine verwenden. Dann surfe ich mit dem IE6 und IE7 die Seite an, behebe die Fehler über ein Steelsheet, dass per CC nur den IE zuständig ist und fertig. Barrierefreiheit nur ausgedacht? Du weißt schon, dass es möglich ist, dass Menschen: 1. Farbenblind sein können (rot/grün, total farbenblind usw.) 2. eine Sehschwäche haben 3. einen kleinen Monitor besitzen 4. keine total ruhige Hand haben 5. Blind sind usw. Da sind mehr als genügend Gründe, sich darum zu kümmern und sollte eigentlich selbst verständlich sein. Kann es sein, dass du ein Anfänger in Sachen CSS bist und gerade deinen Frust ein bisschen bei uns ablädst bzw. die Fehler und Probleme bei anderen und nicht bei dir suchst?
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Du scheint noch absoluter Anfänger zu sein ... wie sonst kommt man zu sowas:
Zitat:
Die meisten lassen sich noch dazu via hasLayout beheben. Wenn man komplett von vorne beginnen muss, da muss einem das alles sicher unheimlich viel und wie ein riesen Berg vorkommen - aber glaub mir, nach einer Weile geht das.
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“My software never has bugs. It just develops random features ...” » DevShack - die Website des freien Webentwicklers Boris Bojic |
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Zitat:
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Go Opera! |
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Das meiste wurde ja schon gesagt, aber dein Workflow ist auch etwas umständlich. Ich schreibe zuerst mein CSS fertig, dann validiere ich es und korrigiere eventuelle Fehler, danach setze ich mich erst an eine zusätzliches Stylesheet für notwendige Anpassungen im IE. Bei deinem Schrittweisen vorgehen vergeudest du jede Menge Zeit und es kommt sicher auch schneller zu ungewollten Quereffekten.
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Und was noch nicht gesagt wurde:
diese Technik spart Trafic läßt sich besser von SUMA durchsuchen und ein besseres SEO machen Hat damals einen unheimlichen Schub nach oben gebracht!
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Meine Spielwiese: www.biketrekking.de |
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Das alles klingt, wie wenn man einem Bauern ein Porsche schenkt. Jetzt beschwert er sich darüber, dass er im Schlamm stecken bleibt, der Pflug nicht paßt, nicht mit Diesel fährt und überhaupt die ganze Arbeit nicht mehr gemacht werden kann.
Der Punkt ist, du musst umdenken! Wenn du HTML in Verbindung mit CSS nutzt, solltest du über das Konzept von CSS Bescheid Wissen. Es ist völlig anders, wie die meisten anderen Seitenlayoutkonzepte. Durch die besonderen Umgebung der Darstellung, muss es flexibel sein, du weißt nicht wie groß die Darstellungsfläche ist. Deshalb ist ein Gridlayout nicht vorgesehen. Die Elemente sollen die Möglichkeit haben sich dem Browser anzupassen. Wenn man sich das verinnerlicht hat (was durchaus eine längere Zeit dauert, wenn man vorher mit Tabellen hantiert hat) ist ein CSS Layout schnell umgesetzt und man vermeidet schon beim Entwurf Dinge die Schwierigkeiten bereiten können. Es ist immer sinnvoller, sich den Möglichkeiten der Technik anzupassen, als umgekehrt, die Technik den eigenen Möglichkeiten anzupassen zu versuchen. Aber natürlich hast du nicht nur unrecht. Sicher gibt es Schwierigkeiten CSS Standards festzulegen und umzusetzen. Das hängt wohl einmal mit der Entscheidungsfindung im W3C zusammen (ich bin da kein Fachmann, aber wenn man Diksussionen verfolgt klingt das oft so) und mit den vielen Browserherstellerm und eben auch der heterogenen Umgebung, es gibt nach wie vor Leute die den IE 5 benutzen und es hat Jahre (gefühlte Jahrzehnte) gedauert bis Netscape 4 völlig verschwunden ist (ich ignorier zumindest die paar Einträge im Logfile). Ansonsten wäre man schon bei CSS 3 und alles wäre viel leichter. |
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Dieselbe Frage habe ich mir auch schon gestellt und ich kann deshalb seinen momentanen Frust sehr gut verstehen. Der Zeitfaktor ist aber weniger wichtig, viel mehr können wir im Prinzip gar nicht von einem echten "Standard" reden, solange es einige Browserhersteller gibt, die ihr eigenes Süppchen kochen und meinen, sie können ihn so interpretieren, wie sie gerade wollen. Aus einem anderen Forum kenne ich jemanden, der Mitglied einer SVG-Arbeitsgruppe des W3 ist, wobei er auch einige Einblicke in die HTML- und CSS-Kreise hat. Was er da so alltäglich zu hören und sehen bekommt, kann man manchmal nur noch als haarsträubend bezeichnen. Wir sehen, dass beide Seiten ihren eigenen Weg gehen und aus diesem Dilemma wird es auch in naher Zukunft keinen Ausweg geben. Natürlich kennt man einige Tricks, wenn man sich schon länger mit CSS auseinandersetzt. Doch für einen Anfänger sollten diese Probleme erst gar nicht auftreten, würde es einen "richtigen" Standard geben. Das Wort "Pseudostandard" wäre hier wohl eher angebracht.
In der heutigen Internetlandschaft wären Stylesheets gar nicht mehr wegzudenken, die Vorteile kennen wir wohl alle, die damit verbundenen Probleme wohl auch. Entweder man akzeptiert die jetzige Situation, oder man bleibt von ihr fern...
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